Jugilager  TV Lütisburg

Am Samstagmorgen besammelten wir uns auf dem Bahnhof. Gespannt warteten alle auf den Zug und konnten es kaum erwarten, bis es endlich los geht. In Unterterzen angekommen, fuhren wir mit dem Bähnli auf den Tannenboden. Den Kiosk liessen wir vorerst noch links liegen, denn den Znüni hatten wir eingepackt. Als wir jedoch die Raststation bei der Sprungmatte erreichten, dachte niemand mehr ans Essen. Jung und alt übten sich in diversen Sprüngen.

Im Lagerhaus wurde ausgepackt, heisser Ice Tee angemacht und krampfhaft eine passende Steckdose für die Fritteuse gesucht. Gestärkt von Chicken Nuggets und Pommes wanderten wir vom Lagerhaus auf die Prodalp. Keuchend und schnaufend erreichten wir unser Tagesziel. Der grosse Spielplatz mit einer weiteren Sprungmatte lies Leiter und Kinder das rauschende Oktoberfest nebenan vergessen. Der dringend benötigte Kühlspray blieb leider zu Hause. Eiswürfel der Oktoberfestbar halfen aus.

Wieder zurück im Lagerhaus wurde gespielt. Der anliegende, schlafraubende Bach wurde auch inspiziert. Schuhe blieben nicht alle trocken. Auch konnten wir Bekanntschaft mit den reichen, Porsche S fahrenden Nachbarn schliessen. Zwei Leiter warteten geduldig vor dem verschlossenen Grundstücktor, bis die Dame des Hauses mit dem weissen Pulver raus rückte. Nach dem gelungenen Abendessen ging es weiter mit Spiel und Spass. Friedlich endete der erste Lagerabend.

Die Leiter wurden am nächsten Morgen von stampfenden Kindern geweckt. Nach dem Morgenessen liefen wir hinauf zum Tannenboden. Bei strahlendem Sonnenschein musste ein kurzer Halt bei der Sprungmatte unbedingt sein. Mit der Gondelbahn fuhren wir auf den Maschgenkamm. Schnee und Nebel erwartete uns und ein kühler Wind blies uns um die Ohren. Tapfer und durchgefroren kämpften wir uns durch den Nebel bis zur Feuerstelle. Holz musste nur noch wenig durch unseren Spezialisten gehackt werden, da das Feuer bereits brannte. Gut gestärkt liefen wir weiter. Das letzte Stück rasten wir mit der Rodelbahn ins Tal hinunter.

Die Wanderung bei frischen und kühlen Temperaturen hinterliess Spuren. Deshalb machten wir einen spontanen Abstecher ins Hallenbad, wo wir uns mit Kletterakrobatik und tollkühnen Sprüngen vergnügten. Ein Sprung eines Leiters misslang und endete blutig. Nach führsorglicher Pflege der Bademeisterin ging es ihm sofort wieder besser.

Nach der selbstgemachten Pizza wurde die Tanzfläche gestürmt. Trotz Müdigkeit machten alle mit bei Bolognese und Flash Mob. Erschöpft plumpsten alle in die Schlafsäcke. Als Friedolin endlich Vreneli in der Gute Nachtgeschichte gefunden hatte, konnten auch die letzten beruhigt einschlafen.

Nach dem Frühstück wurde das Lagerhaus geputzt und gereinigt. Nach einem letzten Abstecher zur Sprungmatte wurde die Heimreise mit Bähnli und Zug in Angriff genommen. Müde, aber überglücklich kamen wir in Lütisburg an.

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